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Sieben Fremde, jeder mit einem dunklen Geheimnis, treffen am Lake Tahoe im El Royale zusammen, einem heruntergekommenen Hotel mit düsterer Vergangenheit. Im Verlauf einer verhängnisvollen Nacht bekommt jeder eine letzte Chance auf Erlösung... bevor alles zum Teufel geht.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Mit seinem Regiedebüt The Cabin in the Woods machte sich   einen Namen und das, obwohl der Meta-Horrorfilm finanziell floppte, er vor allem im Serienbereich zuvor einige Erfolge feierte und in Hollywood alles andere als ein Unbekannter hinter den Kulissen war. Nun meldet er sich endlich wieder als Regisseur zurück. In Bad Times at the El Royale treffen sich eine Gruppe von mysteriösen Fremden und als Zuschauer ist es sofort klar, dass jede dieser Personen, vom Staubsaugervertreter bis hin zum Pfarrer, das ein oder andere Geheimnis im Gepäck hat - und sogar das El Royale ist nicht so unbedeutend, wie es den Anschein hat.

Goddard gelingt es mit spielerischer Leichtigkeit, die Figuren in den Spotlight des Verdachts zu positionieren und dank der spielfreudigen Darsteller sind die Enthüllung, die sich nach und nach in einzelnen Episoden in die Freiheit schälen, eine klare Stärke des Thrillers. Die narrative Struktur von Bad Times at the El Royale benötigt jedoch eine Menge Zeit. Mit 140 Minuten ist der Film alles andere als ein Leichtgewicht. Allerdings gibt es kaum Leerlauf. Es gibt immer wieder etwas zu entdecken, und wenn es nur die durchaus faszinierende Architektur sowie das Design des El Royales ist, dieser Ort auf der Grenzelinie von Kalifornien und Nevada, der für die Figuren die Pforte zur Erlösung ist.

Diese Erlösung sieht für jeden der Beteiligten anders aus und wer sich nun Hoffnung darauf macht, dass Goddard dies alles mit reichlich Twists und erzählerischen Pointen garniert hat, wird enttäuscht werden. Goddard will niemanden überraschen. Es ist ein Werk, das sich voll und ganz seiner Narration hingibt und dabei selten versucht, diese mit billigen Tricks wie einem erzwungenen Plottwist zu beflügeln. Trotz der ganzen Geheimnisse, bleibt der Film bodenständig und traut sich sogar Haken zu schlagen, die fast schon grobschlächtig wirken. Vor allem wenn Thor-Darsteller Chris Hemsworth plötzlich auf der Bildfläche erscheint, ist die Integration seines Charakters alles andere als elegant, was durchaus einen ganz eigenen Reiz mit sich bringt und darüber hinaus eine plumpe, aber wirkungsvolle Verbindung zum verehrten wie gehassten Sektenführer Charles Manson aufbaut.

Einen wahren Mehrwert bietet das nicht, es erhöht aber die Garstigkeit von Bad Times at the El Royale , die immer wieder herausbricht. Manchmal nur in Nuancen, oftmals aber auch wie eine Schrotladung, die Körper zerfetzt. Denn Goddard lässt seine Figuren ausnahmslos durch einen persönlichen Aufarbeitungsprozess wandeln, an deren Ende nicht immer ein Happy End steht. Er verwehrt zwar nur wenigen Charakteren ihre verdiente wie unausweichliche Erlösung, jedoch ist daran nur selten der Ausblick an eine bessere Zukunft gekoppelt. Im Grunde ist das El Royale ein Treffpunkt für Sünder aller Art. Ein fast schon klerikaler Ort, in dem Mikrofone und Kameras die Ohren und Augen eines Gottes (das Management) sind, der vergnügt dem Treiben aus Verdächtigungen, Verrat, Gewalt und Lügen zusieht, bis seine Probanden den einst so strahlenden und geruhsamen Ort in eine regelrechte Hölle verwandeln. So gesehen ist Bad Times at the El Royale im Grunde eine Zelebrierung destruktiver Mächte und es macht stellenweise höllisch Freude dabei zu zusehen.

Fazit

Wer ins El Royale als Zuschauer eincheckt, erhält einen interessant strukturierten, blendend gespielten und gut inszenierten Thriller, der sich großen Turns und Twist weitestgehend verweigert und stattdessen lieber von den vielen  Facetten der Erlösung erzählt. Das ist durchaus reizvoll, benötigt aber Zeit und den Willen sich dieser künstlerischen Vision hinzugeben.

Autor: Sebastian Groß

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