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Die Welt ist von rätselhaften, scheinbar unverwundbaren Kreaturen eingenommen worden, die durch jedes noch so kleine Geräusch angelockt werden und sich auf die Jagd begeben... Lediglich einer einzigen Familie gelang es bisher zu überleben. Der Preis hierfür ist jedoch hoch: Ihr gesamter Alltag ist darauf ausgerichtet, sich vollkommen lautlos zu verhalten, denn das kleinste Geräusch könnte ihr Ende bedeuten...
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Aufgrund der Flut an Horrofilmen, die den Filmmarkt jedes Jahr überschwemmt, braucht jeder Genrebeitrag, der aus der Masse herausstechen will, einen guten Aufhänger. John Krasinski (vielen vermutlich als Jim aus der amerikanischen The Office-Version bekannt) und seinen Drehbuchautoren ist ein solcher eingefallen: In einer postapokalyptischen Welt werden Menschen von unbesiegbaren Monstern gejagt und ermordet, die weder sehen noch riechen können, sondern ihre Opfer ausschließlich über Laute jagen. Das heißt: Ruhestörung wird schwer bestraft! 

Wo viele Genrefilme mit interessanter Prämisse nur für einen spannenden Trailer herhalten und ihr Set-Up nicht über die volle Filmlänge tragen können, macht Krasinskis A Quiet Place schnell klar, dass es sich hier um mehr handelt als nur einen schicken Trailer. Nicht nur vermag die Welt des Films durch viele Liebe zum Detail zu überzeugen, Krasinski und Crew machen sich hier wirklich Mühe die Prämisse so realistisch wie möglich zu formen und Logiklücken, die sich bei einer solchen Geschichte schnell auftun, entgegenzuwirken. Seien es das aufs Genauste geplante Leben der Familie Abbott auf ihrer Farm  oder einfach die Regeln der postapokalyptischen Welt, nur wenig wirkt hier unangenehm forciert. So fühlt sich A Quiet Place über seine volle Laufzeit erstaunlich organisch an, die Geschehnisse und Figuren entwickeln sich nachvollziehbar und der Zuschauer wird nicht durch plotforcierte Momente aus der Immersion gerissen.

Ebenfalls sehr löblich ist, dass Regisseur Krasinski durchaus den Mut dazu besitzt, die für den Plot so essentielle Stille eine gewisse Zeit lang aufrecht zu erhalten. Wo andere Genrebeiträge schnell eine Actionszene nach der andern abfeuern würden, damit der Zuschauer aufgrund des Mangels an Dialog nicht das Interesse verliert, versucht  A Quiet Place in seiner ersten Hälfte viel mit seinem Set-Up und vor allem der starken Soundkullisse zu spielen. Große Exposition und Dialoge sind daher zu Beginn Mangelware, was der Atmosphäre der Welt immens zu Gute kommt, manche Zuschauer aber durchaus auch von dem Film abschrecken wird. Komplett zu Ende geht A Quiet Place diesen mutigen und im Genre ungewöhnlichen Schritt dann aber leider doch nicht, was auch am Soundtrack des Films liegt. Zwar ist Marco Beltramis (Logan - The Wolverine) musikalische Untermalung insgesamt äußerst gelungen, oftmals steht diese aber im krassen Kontrast zum eigentlich subtilen Gefühl was hier erzeugt werden soll und kollidiert so mit der aufbereiteten Atmosphäre.

Subtilität ist sowieso ein Zauberwort, das A Quiet Place ein wenig zu sehr vernachlässigt. Wer sich im Zuge der Trailer hier einen ruhigen Gruselfilm erhoffte, wird spätestens in der zweiten Hälfte des Films eines Besseren belehrt. Hier drückt A Quiet Place nämlich so sehr auf die Tube, dass das stille Set-Up von einer Wand aus Action, lauter Musik und hektischer Kameraführung verdrängt wird. Schade sind in diesem Zuge vor allem die unnötigen Jump-Scares, die viele spannende Momente des Films entwerten und ohne die der Film sicher eine deutliche Spur unheimlicher geworden wäre. Grusel ist allerdings auch nicht der Fokus des Films, A Quiet Place verwandelt sich mit zunehmender Zeit mehr und mehr in einen reinrassigen Surivival-Thriller.

Hat man die Enttäuschung über diese tonale Verschiebung aber erstmal überwunden, wirft Krasinski den Zuschauer in einen Strudel aus Terror, der keine Zeit zum Luftholen lässt. A Quiet Place macht sich nämlich auch als hektischer Survival-Thriller ziemlich gut. Der zweite Akt des Films gehört vermutlich zum spannendsten was man in letzter Zeit auf der Leinwand bewundern durfte, so rasant und dynamisch formen Krasinski und Co. ihren Survivaltrip. Dass man als Zuschauer gehörig mitfiebert liegt außerdem an den guten Darstellerleistungen, die vor allem Krasinski selbst sowie seine Frau Emily Blunt (Marry Poppins' Rückkehr) betreffen, die hier zu Höchstform aufläuft. Einen kleinen Wermutstropfen lässt der Fokus auf diesem etwas massentauglicheren Ton zwar zurück, hätte A Quiet Place mit mehr Mut zu Subtilität und Ruhe vermutlich noch ein großes Stück stärker nachgewirkt, als extrem spannender Horrorsnack macht der Film aber ebenfalls gehörig Laune.

Fazit

Ein Erfolg, der aber nicht an einem Wermutstropfen verpasster Möglichkeiten vorbeikommt. Denn entgegen der Erwartung handelt es sich bei John Krasinskis "A Quiet Place" weniger um subtilen Grusel, sondern mehr um effektgeladenen Survival-Horror, der mit etwas mehr Mut zu Subtilität durchaus zu einem kleinen Horrormeisterwerk hätte avancieren können. Doch auch so stellt "A Quiet Place" eine erfreuliche Ausnahme auf dem unterdurchschnittlichen Horrormarkt dar: stark gespielt, energetisch inszeniert und in seinen besten Momenten so spannend wie das Horrorkino nur sein kann.

Autor: Thomas Söcker

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